Dieser Artikel von heise online aus der Rubrik „Ausprobiert“ stellt einen preiswerten Infrarot (IR)-Lesekopf mit vorinstallierter Tasmota-Firmware zur digitalen Erfassung von Smart-Meter-Stromzählern vor.
Die Kernpunkte des Beitrags
- Problemstellung & Lösung:
- Moderne digitale Stromzähler (Smart Meter) besitzen meist eine optische D0-Schnittstelle, geben detaillierte Verbrauchsdaten aber nicht direkt ins Heimnetzwerk ab.
- Der vorgestellte IR-Schreib-Lese-Kopf wird per Magnet auf die optische Schnittstelle des Stromzählers gesetzt, liest die Infrarot-Signale aus und überträgt die Daten per WLAN ins lokale Netzwerk.
- Hardware & Firmware:
- Hardware: Das Modul basiert auf einem ESP8266-Chip, kombiniert mit einer Fotodiode/Sendediode für die Infrarot-Kommunikation.
- Firmware: Auf dem ESP läuft eine speziell angepasste Tasmota-Firmware für Smart Meter (
tasmota-smartmeter), was den Konfigurationsaufwand drastisch reduziert.
- Inbetriebnahme & Einrichtung:
- Nach dem Verbinden mit dem WLAN-Zugangspunkt des Lesekopfs werden die eigenen WLAN-Daten hinterlegt.
- Über das Tasmota-Webinterface wird ein kurzes Tasmota-Script hinterlegt, das auf den spezifischen Zählertyp (z. B. SML- oder IEC-Protokoll) angepasst ist.
- PIN-Eingabe: Um erweiterte Zählerwerte (wie den aktuellen Momentanverbrauch in Watt) auszulesen, muss vorher die PIN des Messstellenbetreibers per Taschenlampe am Zähler eingegeben und die Infoseite freigeschaltet werden.
- Einbindung ins Smart Home:
- Der IR-Lesekopf stellt die Messwerte (Gesamtverbrauch in kWh, aktuelle Leistung in W, Einspeisung bei PV) per MQTT oder REST-API bereit.
- Die Daten lassen sich nahtlos in Systeme wie Home Assistant, ioBroker oder OpenHAB einbinden und visualisieren.
Fazit
Der vorkonfigurierte IR-Lesekopf ist eine extrem günstige, datenschutzfreundliche und saubere Lösung, um digitale Zählerstände und Live-Verbräuche lokal im Smart Home auszuwerten – völlig ohne Cloud-Zwang oder teure Herstellersysteme.
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